Projekte:
Wohnanlage ÖWG

 
 

Bauherr ÖWG Wohnbau
Standort St. Margarethen an der Raab
Baufertigstellung  1.BA Juli 2014/ 2.BA 2015
Nutzfläche 24 WE - 1.970 m²
Baukosten 2.9 Mio €

Das neu bebaute Areal liegt im gewachsenen Zentrum der Gemeinde St. Margarethen an der Raab und ist eingebettet in einer sanften Hügellandschaft.

Hochwertige Wohnbauprojekte – individuell, kommunikativ und unkompliziert – das sind die Anforderungen die nicht nur junge, sondern auch ältere Menschen heutzutage an ihr Zuhause stellen, um zukunftsweisende und barrierefreie Lebensräume gerecht zu werden.

Der Standort eignet sich aufgrund der Zentrumsnähe ausgezeichnet für einen verdichteten Wohnbau, eine Vielzahl von privaten und öffentlichen Einrichtungen ist fußläufig erreichbar. So findet man Infrastruktureinrichtungen wie Bildungseinrichtungen (Kindergarten, Volks- und Hauptschule), medizinische Versorgungseinrichtungen (Arzt und Apotheke), Lebensmittelhandel und öffentliche Einrichtungen (Gemeindeamt, Bücherei und Festhalle), Freizeiteinrichtungen (Sportplatz) und eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs in unmittelbarer Nähe.

Das Konzept der Siedlung setzt auf eine harmonische Integration in seine durchgrünte Umgebung. Durch die Präzisierung der räumlichen Qualitäten erhält die Siedlung unter den Prämissen Nutzung, Gestaltung und Ökologie langfristig eine starke Identität.

Es verbindet die hohen funktionellen Anforderungen mit einer hochwertigen Gesamtausstattung.

Die vorliegende Bebauung reagiert städtebaulich auf die bestehende heterogene und eher kleinmaßstäblich gewachsene Siedlungsstruktur und füllt so das Baufeld zwischen den umliegend freistehenden Einzelbauten mit 4 fast identen, gezielt gesetzten Einzelvolumen. Sie definieren das nahezu quadratische Baufeld, deren topografische Staffelung trotz dichter Bebauung die gewünschte, landschaftliche Durchlässigkeit schafft und den Bewohnern immer wieder Durchblicke bietet. Durch den Höhenversatz der Baukörper stehen sie in starkem Bezug zur reizvollen Topografie des Grundstücks und reagieren damit auf die Geländesituation.

Das vom Entschendorfweg nach Norden ansteigende Grundstücksareal wird über zwei Zufahrten vom öffentlichen Verkehr, die eine umlaufende Ringstraße mit freien und überdachten Stellplätzen anbinden, erschlossen.

Die Setzung der Bauten und die fußläufige Durchwegung folgen einem klaren, orthogonalen Muster, wobei die Gebäudestellung zueinander einen hofartigen, räumlich gefassten Frei- und Grünraum definiert, der als Spielfläche und Kommunikationsraum mit hohem Erlebniswert dient. Dadurch erzielt das Projekt eine vorzügliche Gesamtwirkung.

Die nahezu gleich dimensionierten 2-geschoßige Baukörper sind als klare, massiv erbaute Kuben konstruiert. Sie lassen sich damit sowohl aus ökologischer wie aus wirtschaftlicher Sicht optimiert errichten.

Ein ausgewogenes Farbkonzept gibt jedem Haus ihre eigene Identität und Erkennbarkeit. So werden die Häuser über farblich akzentuierte und überdeckte Eingangsbereiche erschlossen, die hellen und großzügigen Eingangsfoyers mit einläufige Stiegen nach oben erschließen die Wohnungen. Nebenräumlichkeiten wie Kellerabteile, Haustechnik, etc. sind in den Teilunterkellerungen vorgesehen.

Die gesamt 24 Wohneinheiten weisen klar formulierte Grundrisse mit Wohnungsgrößen von 55-90m² aus. Die Ausrichtung der Wohnungen weiten sich süd – und westseitig zu gut nutzbaren Terrassen auf, die überdies als baulicher Witterungs- und Sonnenschutz wirken.

Durch die durchlaufende Aneinanderreihung der großzügigen Terrassen und asymmetrischen Fassadenrücksprüngen entsteht ein lebendiges Fassadenbild und eine plastische Wirkung der Wohnkörper.

Färbige Terrassenabgrenzungen abgestimmt auf das Farbkonzept jedes Hauses aus stehenden Sonnenschutzelementen mit getöntem Glas schaffen je nach Sonneneinstrahlung und Lichtverhältnisse eine reizvolle Stimmung im Außenbereich, Nuancen können latent auch in den angrenzenden Wohnräumen wahrnehmbar sein. Das Gesamtensemble schafft ein ausgewogenes Fassadenbild mit hohem Wiedererkennungswert.